Das Segeln oder SUPen auf dem Hengsteysee ist nicht nur eine sportliche Aktivität. Vielmehr genießen wir bei jeder längeren Tour auf dem Wasser auch den besonderen Blick auf die Uferregionen und ihre markanten Wahrzeichen, angefangen von den Denkmälern in Syburg, über Seeschlösschen, Mäuseturm und Köppchenwerk bis zum Strandbad und dem Stauwehr mit seinem Laufwasserkraftwerk.
Am Sonntag, dem 27. September 2026, bot sich uns eine schöne Gelegenheit, etwas über die Geschichte des Hengsteysees und der uns wohlbekannten Wahrzeichen am Ufer zu erfahren. Michael Eckhoff, Stadtheimatpfleger von Hagen und Vorsitzender des Hagener Heimatbundes, nahm uns mit auf einen lehrreichen Spaziergang.
Er erzählte nicht nur, welche Bauwerke auf wessen Veranlassung entstanden und wie sie genutzt wurden (oder noch werden), sondern nahm uns mit auf eine Zeitreise durch die kulturelle und industrielle Entwicklung von Hagen und Umgebung.
Dass auf der „Insel“ in den 1930-er Jahren ein Gasthof bestand, der in der Lage war, pro Stunde 900 Liter Kaffee zu kochen, um eine fünfstellige Zahl an Tourist:innen zu bedienen, hat uns ebenso beeindruckt wie die Motivation für den Bau der Brücke mit der Serpentine nach Syburg: Es musste eine direkte Verbindung nach Dortmund geschaffen werden, um die Stadt Herdecke von den vielen Menschen zu entlasten, die zur Naherholung an den Hengsteysee wollten.
Nicht 900 Liter Kaffee, sondern zwei volle Suppentöpfe warteten auf die Spaziergänger:innen zum Abschluss der Veranstaltung. Herzlichen Dank an Birte Schleuß für die Organisation und natürlich an Michael Eckhoff für diese interessante Führung!