Segelfreizeit SGHS in de Kovoet, Teroele, NL 21. – 28.August 2026
Insgesamt 13 Vereinsmitglieder im Alter von 12 bis 65 Jahren trafen sich am Freitag, dem 21. August 2026, zu einer gemeinsamen Segelfreizeit in Friesland, Niederlande. Als Basislager für die kommende Woche hatte der Vorstand den Hafen De Koevoet in Teroele ausgewählt, denn er bietet ausreichend und verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten: Appartements, einen Zeltplatz und Stellplätze für Wohnwagen oder Wohnmobile. Mitgebrachte Boote finden Liegeplätze an den Steganlagen und außerdem bieten die Betreiber eine größere Zahl an Polyvalken zur Vermietung an.
Nachdem gegen Abend alle Teilnehmenden angereist waren, ging es mit dem Fahrrad nach Langweer zum gemeinsamen Abendessen im „Wapen von Langweer“.
Samstag, 22. August
Am Vormittag musste der mitgebrachte Conger noch aufgeriggt und zu Wasser gelassen werden, weshalb die Startzeit für den ersten gemeinsamen Segelausflug auf 11 Uhr festgelegt wurde.
Bei Wind von etwa 3 – 4 Bft aus Nordwest brachen drei Polyvalken und ein Conger gemeinsam auf mit dem Plan, nach Heeg zu gelangen. Die Tour sollte über Sloten, das Slootermeer, durch die Brücke in Woudsend und schließlich durch den Johan-Friso-Kanal führen.
Auf dem Hinweg kam ein Valk dem Schilfufer zu deutlich zu nah und musste herausgezogen werden. Wegen der fortgeschrittenen Zeit beschlossen wir, dass Sloten auch ein schöner Ort für eine Pause mit Kaffee und Eis sei. Außerdem gab es in Sloten einige Kandidaten des jährlich stattfindenden Wettbewerbs der Stadt- und Dorfausrufer zu bewundern, die ihre Künste in Kostümen auf einem historischen Plattbodenschiff darbrachten.
Der Rückweg von Sloten über das Slootermeer bis nach Woudsend war ein nasses Vergnügen. Der Wind hatte ordentlich aufgefrischt und unter Moter oder mit dem zweiten Reff im Valkengroß ging es nach Woudsend. Für diejenigen, die in den Booten vorne saßen, war Duschen inbegriffen. An der Woudsender Brücke trafen sich alle wieder. Von dort ging es auf direktem Weg durch die Jelteslot nach Teroele zurück.
Den Abend verbrachten wir beim gemeinsamen Fonduessen im gemütlichen Gastraum des Restaurants De Koevoet im Hafen.
Sonntag, 23. August
Das heutige Ziel sollte die Stadt Joure sein, zu erreichen über den Langwaarder Wielen, dann führt der Weg unter der Autobahn A7 her bis zu einem kleinen Abzweig, über den man bis in die Stadt gelangt. Windstärke und -richtung waren ähnlich wie am Vortag, so dass es nun erst einmal auf der Koevoet gegenan ging bis zum Abzweig in Richtung Langweer. Auch heute hatten wir uns etwas mehr vorgenommen, als wir schaffen konnten. Wir gaben das Ziel Joure auf und kosteten dafür den Langwaarder Wielen bis zur Autobahnbrücke und zurück ordentlich aus – viel freie Fläche, nicht sehr stark befahren und vor allem ohne große Frachtschiffe.
Nach dem „Segeltraining“ hatten wir uns einen Imbiss verdient – also auf nach Langweer, wo wir wieder im ‚Wapen‘ einkehrten. Danach ging es entspannt zurück.
Montag, 24. August
An diesem Morgen offenbarte der Blick auf die Koevoet eine ziemlich glatte Wasserfläche. Nach zwei bewölkten, aber überwiegend trockenen Tagen herrschte nun strahlender Sonnenschein. Ein Teil der Truppe nutze den Tag für eine ausgiebige Fahrradtour, andere entspannten sich auf dem sonnigen Campingplatz. Gegen Mittag fing die Wasseroberfläche außerhalb des Hafenbeckens an, sich zu kräuseln.
Der Conger startete zu einer Einkaufstour nach Lemmer. Der noch schwache Wind kam aus Ost und reichte immerhin aus für einen sehr entspannten Hinweg über das Groote Brekken. Bis zur Rückfahrt hatte der Wind auf etwa 4 Bft. aufgefrischt, was der Crew noch einen flotten Anlieger über das Brekken bescherte.
Dienstag, 25. August
Unsere heutige Route führte über den Johan-Friso-Kanal ins Heeger Meer, wo wir vor dem Wind bis zu Insel Langehoekspolle fuhren. Dort legten wir zu einer kurzen Pause an, die wir unter anderem auch dafür nutzen, alle Reffs reinzuknüpfen, die die Boote hergaben (die Valken zwei, der Conger hatte nur eins). Dann ging es auf die Kreuz zurück. Vereinbarter Treffpunkt war die Luv-Seite der Insel Rakkenpolle vor Heeg.
Neben dem sportlichen Wind von 4 + x Bft. waren auch die Wellen nicht zu verachten. Die Congercrew verzichtete auf die Fock und schaukelte mit gerefftem Groß in Richtung Treffpunkt. Von dort verholten sich alle erst mal nach Heeg, wo wir uns den Imbiss und die Getränke bei d’Ald Waal schmecken ließen.
Der Rückweg über den Johan-Friso-Kanal und die Jelteslot wurde nur mit Motor bestritten. Den letzten Schlag auf der Koevoet konnten wir wieder raumschots unter Segeln genießen.
Mittwoch, 26. August
Die heutige Tour führte uns über Woudsend und das Slootermeer nach Balk. Mit dem Nordost-Wind konnten wir den Weg über die Koevoet anliegen. Der achterliche Wind brachte uns weiter über den Johan-Friso-Kanal. Kurz vor der Einfahrt in die Jelteslot touchierte einer der Valken den Conger von hinten. Irgendwie hatte bei achterlichem Wind die Bremse versagt. Durch einen Kringel konnte der Conger sich aus der beengten Lage befreien.
Nach dem Durchfahren der Brücke in Woudsend gelangten wir auf das Slootermeer. Von dort aus ging es in schneller Fahrt direkt nach Balk. Vor Ort teilte sich die Gruppe in die zwei Fraktionen „Fischladen“ und „Café“.
Der Rückweg führt dann durch Sloten auf dem Weg, den wir am ersten Segeltag schon in umgekehrter Richtung genommen hatten. Dabei konnten wir uns vergewissern, dass das besagte Schilfufer keinen bleibenden Schaden genommen hatte.
Den Abend verbrachten alle beim gemeinsamen Grillen vor dem Bauernhaus, in dem sich die Appartements befinden.
Donnerstag, 27. August
Ein neuer Anlauf für eine Fahrt nach Joure und diesmal hat es geklappt! Es war wieder Ostwind, das bedeutete eine lange Kreuz auf dem Hinweg auf dem Langwaarder Wielen. Hinter der Autobahnbrücke empfing uns schon bald der charakteristische Kaffeegeruch von Dowe Egberts. Der Hafen von Joure bot noch eine kleine Attraktion: die Selbstbedienungsfähre, mit der wir vom Anleger zum Weg in die Stadt gelangten. Nach der Pause, die zum Einkaufen und/oder für Kaffee, Eis und Kuchen genutzt wurde, ging es zurück auf dem gleichen Weg, auf dem wir hingekommen waren. Der achterliche Wind auf dem Wielen und der Anlieger auf der Koevoet krönten einen wunderschönen letzten Segeltag.
Im Hafen wurden die geliehenen Valken ausgeräumt und übergeben sowie der Conger mit vereinten Kräften aus dem Wasser gezogen und reisefertig verpackt. Unseren letzten gemeinsamen Abend verbrachten wir zunächst in einem Restaurant in Joure, bevor wir uns zu einem letzten Absacker vor dem Bauernhaus versammelten.
Freitag, 28. August
Am Abreisetag hieß es Einpacken und Aufräumen – je nach Art der Unterkunft (Appartement, Wohnwagen, Zelt oder Wohnmobil) gestaltete sich das mehr oder weniger aufwändig – und Abschiednehmen. Schön wars!








